Die 1. Männermannschaft des SV Moslesfehn hat es geschafft: Mit einem deutlichen 5:2-Sieg gegen den VfK Berlin sicherte sich das Team am letzten Spieltag der Saison die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Faustball. Am 18. und 19. Juli tritt die Mannschaft nun in Bardowick gegen die besten Teams des Landes an. Wir haben mit Hauptangreifer Florian Würdemann über den Saisonverlauf, den entscheidenden letzten Spieltag und die Vorbereitung auf die DM gesprochen.
Saisonverlauf: Vom Klassenerhalt zur DM-Quali
Eigentlich war das Saisonziel klar und bescheiden formuliert: Klassenerhalt. Am Ende steht die Mannschaft auf einem starken 3. Tabellenplatz – ein Ergebnis, mit dem im Verein niemand zu Saisonbeginn gerechnet hatte.
„Wir haben natürlich schon davon geträumt, nach der Hinrunde in der oberen Tabellenhälfte zu stehen und in der Rückrunde um die DM-Quali mitzuspielen“, erklärt Würdemann. Ganz unrealistisch war dieser Traum nicht: Bereits in der vergangenen Hallensaison hatte es der SV Moslesfehn in die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft geschafft. Der große Unterschied in dieser Saison war die Konstanz. Wo die Mannschaft in der Vergangenheit noch häufig mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hatte, konnte sie in dieser Saison ihre Leistung deutlich verlässlicher abrufen – mit positiven Ausreißern, die selbst Top-Teams wie den TSV Hagen in Bedrängnis brachten.
Dass am Ende der TV Brettorf und der TSV Hagen die Tabelle anführen, überrascht Würdemann nicht: „Diese Konstanz auf hohem Niveau schaffen aktuell nur die beiden – und deshalb stehen sie zu Recht auf Platz 1 und 2.“ Für den SV Moslesfehn war der 3. Platz dagegen der verdiente Lohn für eine Saison, in der endlich die Konstanz zum eigenen Anspruch dazukam.
Letzter Spieltag: Nervenkitzel bis zum Schluss
Dass die gesamte DM-Qualifikation am letzten Spieltag hing, sorgte für zusätzliche Anspannung. „Es war super spannend und aufregend, weil an diesem einen Spieltag einfach alles dranhing“, so Würdemann. Der Druck tat der Mannschaft am Ende aber keinen Abbruch – im Gegenteil: Der SV Moslesfehn zeigte gegen den VfK Berlin eine überzeugende Leistung und setzte sich verdient mit 5:2 durch.
Neben dem sportlichen Erfolg stand für die Mannschaft vor allem der Spaß im Vordergrund. Die Stimmung im Team sei durchweg top gewesen, berichtet Würdemann – ein Zeichen dafür, dass der SV Moslesfehn auch unter Druck als eingespielte Einheit auftreten kann.
Vorbereitung und Strategie: Kurze Zeit, klarer Plan
Zwischen dem letzten Spieltag und der Deutschen Meisterschaft blieben dem Team gerade einmal zwei Wochen Zeit – entsprechend kompakt und fokussiert musste die Vorbereitung ausfallen. Statt zweimal trainierte die Mannschaft nun viermal pro Woche, ergänzt um individuell verlängerte Trainingseinheiten, etwa zusätzliches Angabentraining.
Ein besonderer Fokus lag auf der Analyse des Viertelfinalgegners TSV Calw. Die Mannschaft übte gezielt die Annahme jener Bälle in ihrer Starting Five, von denen erwartet wird, dass Top-Spieler Raphael Schlattinger sie ins Spiel bringt. Gleichzeitig überlegte sich das Team, mit welchen eigenen Rückschlägen es den Calwern selbst gefährlich werden könnte.
Trotz aller Vorbereitung ist sich die Mannschaft ihrer Rolle bewusst: Der TSV Calw tritt mit fünf Topspielern an, die deutlich mehr Erfahrung auf nationalem und internationalem Parkett mitbringen. „Wir gehen als klarer Außenseiter in dieses Duell“, sagt Würdemann offen. Eine Strategie, mit der man dem TSV Calw gefährlich werden könnte, habe die Mannschaft dennoch erarbeitet.
Das erklärte Ziel für Bardowick: sich in Vorbereitung und Spiel bestmöglich präsentieren und die eigene Leistung voll abrufen. „Wenn es bei allen fünf Spielern gut läuft, wissen wir, dass wir das Potential haben, unserem Gegner gefährlich zu werden“, so Würdemann abschließend.
Der gesamte Verein drückt unserer 1. Mannschaft für das Viertelfinale gegen den TSV Calw und die gesamte Deutsche Meisterschaft am 18. und 19. Juli in Bardowick fest die Daumen. Wir wünschen der Mannschaft viel Erfolg!